Warum gilt Leipzig als Top-Standort für Denkmal-AfA?
Leipzig hat einen der größten Bestände an sanierungsfähigen Gründerzeit- und Jugendstilgebäuden in Deutschland. Hohe Sanierungsanteile (60–80 %) bedeuten hohe AfA-Bemessungsgrundlagen nach §7i EStG. Dazu kommt ein wachsender Mietmarkt und stabile Bevölkerungsentwicklung.
Wie hoch ist der Sanierungsanteil typischer Denkmalimmobilien in Leipzig?
Bei den meisten Leipziger Denkmalobjekten liegt der Sanierungsanteil zwischen 60 und 80 % des Gesamtkaufpreises. Das ist die Bemessungsgrundlage für die §7i-AfA — 9 % pro Jahr in den ersten 8 Jahren, danach 7 % für 4 Jahre.
Welche Stadtteile sind in Leipzig für Denkmal-AfA relevant?
Schwerpunkte sind Plagwitz, Lindenau, Connewitz, Schleußig und der Leipziger Westen. Hier finden sich die meisten denkmalgeschützten Gründerzeitbauten mit nennenswertem Sanierungspotenzial.
Was unterscheidet Dresden von Leipzig?
Dresden hat ein etwas höheres Preisniveau, dafür sehr stabile Mietmärkte durch TU Dresden, TSMC-Halbleiterwerk und Verwaltungsstandort. Sanierungsanteile bis 80 % möglich.
Welche Stadtteile haben den höchsten Denkmal-Bestand?
Striesen, Blasewitz, Loschwitz, Pieschen und die Innere Neustadt. Diese Viertel sind großteils nach 1990 in privaten Besitz übergegangen und werden seitdem schrittweise saniert.
Lohnt sich Denkmal-AfA in Dresden trotz Hochwasser-Risiko?
Dresden hat seit 2002 erhebliche Schutzbauten errichtet. Beim Kauf prüfe ich Hochwasserzonen über die Sächsische Landestalsperrenverwaltung — Objekte in HQ100-Zonen werden nicht empfohlen.
Lohnt sich Chemnitz als Investitionsstandort?
Chemnitz hat sich durch Microelectronics-Investitionen und VW-Werke wirtschaftlich stabilisiert. Sanierungsanteile bei Gründerzeitobjekten 50–70 %, Mieten 6–9 €/m². Günstigster Einstieg in sächsische Denkmalimmobilien.
Wie ist die Mietnachfrage in Jena?
Sehr stabil durch Universität Jena (rund 18.000 Studierende), Carl Zeiss und Jenoptik. Mieten 8–11 €/m², niedrige Leerstandsquote.
Warum ist Erfurt für Denkmal-AfA-Investoren interessant?
Erfurt bietet günstige Einstiegspreise (oft 30–40 % unter Leipzig) bei vergleichbarem Sanierungspotenzial. Die mittelalterliche Altstadt mit Krämerbrücke, Domplatz und Andreasviertel ist UNESCO-Welterbe-relevant.
Wie ist der Mietmarkt in Erfurt?
Stabil mit moderatem Wachstum. Durch Universität Erfurt, Fachhochschule, Bundesarbeitsgericht und Landesregierung gibt es eine konstante Nachfrage. Quadratmeter-Mieten 8–11 € im Bestand, 11–13 € sanierte Gründerzeit.
Welche Risiken bestehen bei Denkmalimmobilien in Erfurt?
Wie überall: Sanierungsanteil und Bemessungsgrundlage müssen vor Kauf vom Finanzamt anerkannt sein. Ich vermittle nur Objekte mit Vorab-Bescheinigung und vorab geprüftem Sanierungskonzept.