Cashflow · Kalkulation · Realität

Cashflow berechnen — was nach Kosten wirklich übrig bleibt

Viele Anleger rechnen nur die Mietrendite. Was wirklich zählt ist der Netto-Cashflow nach allen Kosten, Finanzierung und Steuern. Ein realistischer Rechenweg.

Wie berechne ich den echten Cashflow einer Anlageimmobilie?

Der echte Cashflow ist die Miete nach allen Kosten — nicht die Bruttorendite. Von der Jahres-Kaltmiete gehen ab: die nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten (Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Mietausfallwagnis), der Kapitaldienst aus Zins und Tilgung sowie die Steuer auf den Überschuss — gegengerechnet mit der Steuerersparnis aus der Abschreibung. Was danach bleibt, ist der Netto-Cashflow. In den ersten Jahren kann er durch hohe AfA nach Steuern positiv sein, obwohl die Anlage vor Steuern negativ läuft. Genau deshalb täuscht die Bruttorendite: Zwei Objekte mit gleicher Bruttomietrendite können nach Kosten, Finanzierung und Steuer völlig unterschiedlich dastehen. Wer nur die Bruttorendite vergleicht, vergleicht das Falsche. Ebenso wichtig ist die Anschlussfinanzierung — läuft die Zinsbindung aus, ändert sich der Cashflow schlagartig. Keine Steuerberatung; die steuerliche Würdigung trifft Ihr Steuerberater.

Warum die Bruttorendite täuscht

Warum Brutto-Mietrendite allein nichts aussagt

Eine Mietrendite von 5 % klingt gut. Aber was bleibt nach Finanzierungsrate, Hausgeld, Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Leerstandsreserve und Steuern? Oft deutlich weniger als erwartet — manchmal sogar ein negatives monatliches Ergebnis, das durch den Steuervorteil erst positiv wird. Das ist kein Problem — wenn man es vorher weiß und einplant.

Vollständige Cashflow-Rechnung

Beispiel: Denkmalwohnung Leipzig

Kaufpreis 200.000 € · Bankdarlehen 160.000 €

Monatliche Cashflow-Rechnung

  • Monatliche Mieteinnahme (Kaltmiete)+ 800 €
  • Hausgeld (Verwaltung, Rücklage)− 200 €
  • Leerstandsreserve (2 Wochen/Jahr)− 30 €
  • Finanzierungsrate (3,9 %, 2 % Tilgung)− 784 €
  • Cashflow vor Steuer− 214 €/Monat
  • Monatliche Steuerersparnis (AfA + Zinsen, 42 %)+ 560 €
  • Netto-Cashflow nach Steuervorteil+ 346 €/Monat

Modellrechnungen ohne Gewähr. Keine verbindlichen Angebote. Konditionen variieren je nach Bonität, Objekt und Bank. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Versteckte Posten · realistische Sicht

Die häufig vergessenen Kostenpositionen

Wird oft vergessen

Kosten, die rauspressen

Grundsteuer (Vermieter, wenn nicht umgelegt) · nicht-umlagefähige Nebenkosten (Hausverwaltung, Versicherung) · Instandhaltungsrücklage der WEG (Sonderumlagen!) · eigene Instandhaltungsreserve (1 % Kaufpreis/Jahr) · Steuerberatungskosten (Pflicht bei AfA-Nutzung) · Leerstand bei Mieterwechsel (1–3 Monate realistisch).

Verbessert den Cashflow

Was steuerlich gegenrechnet

Zinsen vollständig als Werbungskosten absetzbar · AfA reduziert steuerliches Einkommen stark · Hausgeld teilweise als Werbungskosten absetzbar · Reparaturen und Instandhaltung absetzbar · Erhaltungsaufwand sofort absetzbar (gegenüber Herstellungskosten).

Hinweis zum Rechner

Cashflow interaktiv durchrechnen: Zum Anlagerechner — Cashflow, IRR & AfA

Kostenlose Erstberatung

Unverbindlich, persönlich, auf Ihr Steuerprofil zugeschnitten. Ich prüfe gemeinsam, welches Modell zu Ihrer Situation passt — Denkmal-AfA, Neubau QNG oder §7b-Sonder-AfA.

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