Wie berechne ich den echten Cashflow einer Anlageimmobilie?
Der echte Cashflow ist die Miete nach allen Kosten — nicht die Bruttorendite. Von der Jahres-Kaltmiete gehen ab: die nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten (Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Mietausfallwagnis), der Kapitaldienst aus Zins und Tilgung sowie die Steuer auf den Überschuss — gegengerechnet mit der Steuerersparnis aus der Abschreibung. Was danach bleibt, ist der Netto-Cashflow. In den ersten Jahren kann er durch hohe AfA nach Steuern positiv sein, obwohl die Anlage vor Steuern negativ läuft. Genau deshalb täuscht die Bruttorendite: Zwei Objekte mit gleicher Bruttomietrendite können nach Kosten, Finanzierung und Steuer völlig unterschiedlich dastehen. Wer nur die Bruttorendite vergleicht, vergleicht das Falsche. Ebenso wichtig ist die Anschlussfinanzierung — läuft die Zinsbindung aus, ändert sich der Cashflow schlagartig. Keine Steuerberatung; die steuerliche Würdigung trifft Ihr Steuerberater.