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Kapitalanlage nüchtern betrachtet — Cashflow und Risiken.

Eine Anlageimmobilie ist kein Selbstläufer. Bevor die Steuerwirkung zählt, müssen Cashflow und Risiken stimmen. Diese Seiten rechnen ehrlich — auch dort, wo es unbequem wird.

Worauf kommt es bei einer Anlageimmobilie zuerst an?

Auf den Cashflow, nicht auf die Steuerersparnis. Eine Anlageimmobilie trägt sich, wenn die Miete nach Abzug von Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, nicht umlagefähigen Kosten und Finanzierungsrate ein tragfähiges Ergebnis lässt — und zwar bevor irgendein Steuereffekt gerechnet wird. Von der Kaltmiete bleiben je nach Objekt spürbar weniger als die Bruttoangabe vermuten lässt; das ist die Zahl, mit der zu rechnen ist. Der zweite verbreitete Irrtum lautet, die Steuerersparnis zahle die Rate. Sie verbessert das Ergebnis, aber sie hängt an Ihrem persönlichen Steuersatz und damit an Ihrer Einkommenssituation — ändert sich diese, ändert sich der Effekt, während die Rate bleibt. Erst Cashflow und Risiken, dann Steuerwirkung: Diese Reihenfolge ist der Unterschied zwischen einer Anlage und einem Steuermodell. Die Seiten in diesem Bereich rechnen genau in dieser Reihenfolge: erst was von der Miete übrig bleibt, dann welche Risiken den Ertrag gefährden, und erst zuletzt, was die Steuer beiträgt.

Die nüchterne Rechnung

Was von der Miete übrig bleibt — und was gern weggelassen wird

Prospekte rechnen mit der Bruttomietrendite: Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis. Die Zahl ist mathematisch richtig und praktisch nutzlos, weil sie alles ausblendet, was zwischen Mieteingang und Ihrem Konto passiert. Diese Posten sind es:

PostenWird in Prospekten oft …In der Realität
Hausgeld / nicht umlagefähiger Anteilknapp angesetztläuft jeden Monat, unabhängig vom Mieter
Instandhaltungsrücklageweggelassen oder minimalkommt irgendwann — die Frage ist nur, wann
Mietausfall und Leerstandmit 0 % kalkuliertjeder Mieterwechsel kostet Wochen
Verwaltung (Sonder-/WEG-Verwaltung)selten sichtbarfester Betrag je Einheit und Monat
Zinsmit dem Zinssatz von gesternmit dem, den die Bank heute stellt
Steuernur als Ersparnis, nie als Lastnach Ablauf der AfA kehrt sich die Wirkung um

Deshalb rechnen wir grundsätzlich nach Steuern und nach Bewirtschaftung. Und wir rechnen auch das Jahr durch, in dem die Sonderabschreibung ausgelaufen ist — denn genau dort entscheidet sich, ob die Anlage trägt oder ob sie nur die ersten Jahre schön aussah.

Der Denkfehler, der am meisten kostet

„Die Steuerersparnis zahlt die Rate."

Nein. Die Rate zahlen Sie — jeden Monat, aus dem laufenden Einkommen und der Miete. Die Steuerersparnis kommt einmal jährlich, nach der Erklärung, und sie ist keine Einnahme, sondern eine geringere Ausgabe. Wer sie in die Monatsrechnung einpreist, hat elf Monate im Jahr eine Lücke.

Die zweite Hälfte des Denkfehlers: Die Steuerwirkung ist zeitlich begrenzt. Bei der Denkmal-AfA endet sie nach zwölf Jahren, bei §7b nach vier. Danach steht das Objekt allein da — mit seiner Miete, seiner Lage und seinem Zustand. Wenn es dann nicht trägt, hat das Modell nur den Zeitpunkt des Problems verschoben.

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Häufige Fragen

Warum betonen Sie die Risiken?
Weil ein tragfähiges Modell nur entsteht, wenn die Annahmen ehrlich sind. Wer Leerstand, Bewirtschaftung und Zins beschönigt, rechnet sich die Anlage schön — das hilft niemandem.
Geben Sie Renditeversprechen?
Nein. Wir zeigen Rechenwege und Annahmen; die tatsächliche Entwicklung hängt von Markt, Objekt und Bonität ab.
Was kostet die Beratung?
Die Erstprüfung ist kostenlos. Vermittlung nach §34c GewO.

Kostenlose Erstberatung

Unverbindlich und persönlich. Ich prüfe mit Ihnen, welches Modell zu Ihrer Situation passt — Denkmal-AfA, Neubau QNG oder Neubau §7b.