Cashflow · Kalkulation · Realität

Immobilie Cashflow berechnen und Cashflow Immobilien: Cashflow Immobilie berechnen – Was bleibt nach Kosten und Steuern übrig?

Viele Anleger rechnen nur die Mietrendite. Was wirklich zählt, ist der Netto-Cashflow nach allen Kosten, Finanzierung und Steuern. In den ersten Jahren kann ein negativer Cashflow bei einer Immobilie vor Steuern dank hoher AfA nach Steuern positiv sein. Ein realistischer Rechenweg.

Wie berechne ich den echten Cashflow einer Immobilie?

Wer den Cashflow einer Immobilie berechnet, rechnet mit der Miete nach allen Kosten, nicht mit der Bruttorendite. Von der Jahres-Kaltmiete gehen ab: die nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten, der Kapitaldienst aus Zins und Tilgung sowie die Steuer auf den Überschuss, gegengerechnet mit der Steuerersparnis aus der Abschreibung. Was danach bleibt, ist der Netto-Cashflow.

Wer den Cashflow einer Immobilie berechnet, zieht von der Kaltmiete alle Kosten und den Kapitaldienst ab — erst danach kommt die Steuer

Genau deshalb täuscht die Bruttorendite: Zwei Objekte mit gleicher Bruttomietrendite können nach Kosten, Finanzierung und Steuer völlig unterschiedlich dastehen. Wer nur die Bruttorendite vergleicht, vergleicht das Falsche. Ebenso wichtig ist die Anschlussfinanzierung — läuft die Zinsbindung aus, ändert sich der Cashflow schlagartig. Keine Steuerberatung; die steuerliche Würdigung trifft Ihr Steuerberater.

Wie berechnet man den Cashflow? Die Formel steht unten: Cashflow berechnen: Formel ↓

Hinweise zur Abschreibung →

Warum ist der Cashflow oft negativ? Das zeigt unten das Beispiel: Denkmalwohnung Leipzig ↓

Die Standorte →

Warum Brutto-Mietrendite allein nichts aussagt

Eine Mietrendite von 5 % klingt gut. Aber was bleibt nach Finanzierungsrate, Hausgeld, Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Leerstandsreserve und Steuern? Oft deutlich weniger als erwartet — manchmal sogar ein negatives monatliches Ergebnis, das durch den Steuervorteil erst positiv wird. Das ist kein Problem — wenn man es vorher weiß und einplant.

Cashflow berechnen Immobilie: eine Denkmalwohnung in Leipzig als Beispiel: Kaufpreis 200.000 € · Bankdarlehen 160.000 €

Cashflow Immobilie berechnen: Formel und warum die Reihenfolge entscheidet

Wer für eine Immobilie Cashflow berechnen will, braucht sechs Zahlen. Die Cashflow Immobilie berechnen Formel ist kurz, ihre Reihenfolge entscheidend: Kaltmiete − nicht umlagefähige Bewirtschaftung − Instandhaltungsreserve − Leerstandsreserve − Kapitaldienst = Cashflow vor Steuer. Erst danach kommt die Steuer: Cashflow vor Steuer + Steuerwirkung aus AfA und Zinsabzug = Cashflow nach Steuer. Wer die Steuerersparnis vorzieht und in die erste Zeile schreibt, rechnet sich das Ergebnis schön — genau das passiert in vielen Verkaufsunterlagen.

Negativer Cashflow Immobilie Steuer: wann das Minus vor Steuer in Ordnung ist: Ein negativer Cashflow Immobilie ist dabei nicht automatisch ein Fehler, sondern bei Modellen mit hoher Abschreibung der Regelfall: Vor Steuer liegt das Ergebnis im Minus, nach Steuer im Plus.

Beim Thema negativer Cashflow Immobilie Steuer gilt allerdings ein Vorbehalt, der selten genannt wird — die Steuerwirkung hängt an Ihrem Grenzsteuersatz und damit an einem Einkommen, das sich ändern kann. Ein Modell, dessen Rate nur mit der Steuerersparnis zu bedienen ist, hängt an einer Größe, die weder Verkäufer noch Käufer festschreiben können. Trägt der Cashflow vor Steuer die Rate nicht, muss die Differenz aus verfügbarem Einkommen kommen — nicht aus dem Steuerbescheid.

Die häufig vergessenen Kostenpositionen

Kosten, die den Cashflow drücken (Wird oft vergessen): Grundsteuer (Vermieter, wenn nicht umgelegt) · nicht umlagefähige Nebenkosten (Hausverwaltung, Versicherung) · Instandhaltungsrücklage der WEG (Sonderumlagen!) · eigene Instandhaltungsreserve (1 % Kaufpreis/Jahr) · Steuerberatungskosten (Pflicht bei AfA-Nutzung) · Leerstand bei Mieterwechsel (1–3 Monate realistisch).

Was steuerlich gegenrechnet (Verbessert den Cashflow): Zinsen vollständig als Werbungskosten absetzbar · AfA reduziert steuerliches Einkommen stark · Hausgeld teilweise als Werbungskosten absetzbar · Reparaturen und Instandhaltung absetzbar · Erhaltungsaufwand sofort absetzbar (gegenüber Herstellungskosten).

Cashflow interaktiv durchrechnen:Zum Anlagerechner — Cashflow, IRR & AfA

Lieber offline rechnen? Der Cashflow-Rechner als Excel führt dieselbe Rechnung in drei Tabellenblättern — ohne E-Mail-Adresse, ohne Anmeldung.

Vor dem Cashflow steht die Renditekennzahl, hinter ihm die Steuer. Beides jeweils auf einer eigenen Seite: Bruttomietrendite und Nettomietrendite im Vergleich und Mieteinnahmen richtig versteuern: die 34 Werbungskosten-Positionen.

Cashflow berechnen bei einer Immobilie: Der Rechenweg in vier Schritten

Der Rechenweg beginnt bei der Kaltmiete, von der die nicht umlagefähige Bewirtschaftung, die Instandhaltungs- und die Leerstandsreserve sowie der Kapitaldienst abgehen.

Das ergibt den Cashflow vor Steuer. Erst danach kommt die Steuerwirkung aus AfA und Zinsabzug dazu, daraus entsteht der Cashflow nach Steuer.

Formel zur Berechnung des Cashflows einer Immobilie: Miete minus Kosten, Kapitaldienst und Steuer

Die Formel lautet: Kaltmiete minus nicht umlagefähige Bewirtschaftung, minus Instandhaltungsreserve, minus Leerstandsreserve, minus Kapitaldienst ergibt den Cashflow vor Steuer. Dazu kommt die Steuerwirkung aus AfA und Zinsabzug. Die Reihenfolge entscheidet: Wer die Steuerersparnis in die erste Zeile schreibt, rechnet sich das Ergebnis schön.

Immobilien-Cashflow berechnen: Warum die Bruttorendite täuscht: Die Bruttorendite täuscht, weil zwei Objekte mit gleicher Bruttomietrendite nach Kosten, Finanzierung und Steuer völlig unterschiedlich dastehen können. Sie blendet Finanzierungsrate, Hausgeld, Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Leerstandsreserve und Steuern aus. Das Ergebnis kann deshalb deutlich geringer ausfallen als erwartet, manchmal sogar negativ.

Monatliche Cashflow-Rechnung

PositionBetrag
Monatliche Mieteinnahme (Kaltmiete)+ 800 €
Hausgeld (Verwaltung, Rücklage)− 200 €
Leerstandsreserve (2 Wochen/Jahr)− 30 €
Finanzierungsrate (3,9 %, 2 % Tilgung)− 784 €
Cashflow vor Steuer− 214 € pro Monat
Monatliche Steuerersparnis (AfA + Zinsen, 42 %)+ 560 €
Netto-Cashflow nach Steuervorteil+ 346 € pro Monat

Modellrechnungen ohne Gewähr. Keine verbindlichen Angebote. Konditionen variieren je nach Bonität, Objekt und Bank. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Die vollständige Musterberechnung →

Häufige Fragen

Steuer bei negativem Cashflow einer Immobilie: Wie wirkt sich die Abschreibung aus?

Bei Modellen mit hoher Abschreibung liegt das Ergebnis vor Steuer im Minus und nach Steuer im Plus, das ist dort der Regelfall. Die Steuerwirkung hängt aber an Ihrem Grenzsteuersatz und damit an einem Einkommen, das sich ändern kann. Trägt der Cashflow vor Steuer die Rate nicht, muss die Differenz aus verfügbarem Einkommen kommen, nicht aus dem Steuerbescheid. Keine Steuerberatung.

Was ist ein guter Cashflow-Rechner für Immobilien?

Ein Cashflow-Rechner sollte Finanzierungsrate, Nebenkosten, Instandhaltungsrücklage UND den Steuervorteil aus AfA/Zinsen mit einbeziehen — nicht nur die Bruttorendite. Unser Anlagerechner deckt vor und nach Steuer, IRR und AfA in einem Rechner ab.

Welche Kosten werden bei der Cashflow-Berechnung einer Immobilie oft vergessen?

Oft vergessen werden die Grundsteuer, wenn sie nicht umgelegt ist, nicht umlagefähige Nebenkosten wie Hausverwaltung und Versicherung, die Instandhaltungsrücklage der WEG, die eigene Instandhaltungsreserve, Steuerberatungskosten und der Leerstand bei Mieterwechsel.

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